Viele Eindrücke gleichzeitig

Unser Gehirn verarbeitet ständig Informationen aus der Umgebung.

Wenn viele Reize gleichzeitig verarbeitet werden müssen oder einzelne Reize besonders intensiv wahrgenommen werden, kann dies sehr anstrengend sein.

Eine Überlastung entsteht häufig nicht durch einen einzigen Reiz, sondern durch die Summe vieler Eindrücke.

Mögliche Anzeichen einer Überlastung

Wie sich Überlastung zeigt, ist individuell.

Eine Person wird vielleicht unruhiger, eine andere zieht sich zurück. Kommunikation kann schwieriger werden und die Fähigkeit, zusätzliche Anforderungen zu bewältigen, kann abnehmen. Starke Reaktionen sind im Beitrag Meltdown und Shutdown bei Autismus beschrieben.

Deshalb ist es hilfreich, individuelle Anzeichen frühzeitig kennenzulernen.

Was kann im Alltag helfen?

Mögliche Unterstützung kann beispielsweise sein:

  • Rückzugsmöglichkeiten schaffen
  • unnötige Reize reduzieren
  • Pausen ermöglichen
  • Veränderungen frühzeitig ankündigen
  • Anforderungen in belastenden Situationen reduzieren
  • gemeinsam herausfinden, welche Reize besonders schwierig sind

Nicht jede Massnahme funktioniert für jede Person. Entscheidend ist die individuelle Situation.

Verstehen statt bewerten

Bei einer starken Überlastung geht es nicht darum, dass sich jemand einfach "zusammenreissen" sollte.

Hilfreicher ist die Frage, welche Belastungen zu der Situation geführt haben und wie diese zukünftig reduziert werden können. Konkrete Ansätze finden Sie im Beitrag Autistische Kinder im Alltag unterstützen.