Verhalten hat einen Kontext
Ein Verhalten entsteht nicht im luftleeren Raum.
Mögliche Faktoren können beispielsweise Überforderung, Schmerzen, Kommunikationsschwierigkeiten, Angst, Frustration, sensorische Belastung oder eine für das Kind unverständliche Situation sein. Hintergründe dazu im Beitrag Meltdown und Shutdown bei Autismus.
Das bedeutet nicht, dass aggressives Verhalten akzeptiert werden muss.
Es bedeutet, dass wir für eine langfristige Veränderung möglichst verstehen sollten, was dazu beiträgt.
Was passiert unmittelbar davor?
Eine genaue Beobachtung kann hilfreich sein:
- Was geschah vor der Situation?
- Gab es eine Veränderung?
- Wurde eine Anforderung gestellt?
- War es laut?
- Konnte das Kind sein Bedürfnis ausdrücken?
- Gibt es wiederkehrende Muster?
Nicht jede Massnahme funktioniert für jede Person. Entscheidend ist die individuelle Situation.
Sicherheit hat Priorität
Wenn ein Kind sich selbst oder andere gefährdet, muss zunächst für Sicherheit gesorgt werden.
In akuten oder schweren Situationen sollte professionelle Unterstützung hinzugezogen werden, beispielsweise durch entsprechend qualifizierte medizinische, psychologische oder therapeutische Fachpersonen.
Nicht nur das Verhalten stoppen
Langfristig ist die entscheidende Frage nicht nur: "Wie verhindern wir das Schlagen?"
Sondern auch: "Was versucht uns diese Situation zu zeigen?"
Wenn Auslöser und Bedürfnisse besser verstanden werden, können gezieltere Lösungen entwickelt werden.